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Ratgeber

Family-Office-Software auswählen: die Checkliste

Stand: 10. Oktober 2026 · Leutrim Miftaraj, FLIORE

Kurzantwort

Gute Family-Office-Software erkennt man an ihrem Datenmodell: Bildet sie Personen, Gesellschaften, Stiftungen und Trusts mit Rollen, Anteilen und Historie ab, lässt sich alles Weitere darauf aufbauen. Danach zählen Compliance-Nachweise, Konsolidierung über alle Ebenen, Datenhaltung und Mandantentrennung, der Datenexport beim Ausstieg und ein Preismodell, das zur Größe des Hauses passt.

1. Das Datenmodell

Fragen Sie im Anbietergespräch konkret nach:

  • Können Personen, Gesellschaften, Stiftungen und Trusts beliebig verknüpft werden – über mehrere Ebenen und Rechtsordnungen?
  • Haben Rollen und Beteiligungen einen Gültigkeitszeitraum, und bleibt die Historie erhalten?
  • Wird jede Person nur einmal geführt, auch wenn sie in mehreren Strukturen vorkommt?

2. Compliance-Nachweise

  • Wirtschaftlich Berechtigte mit Belegen, PEP-Status und Steuerdomizilen.
  • Risikobeurteilung mit Begründung und Referenzstand (z. B. FATF-Plenum).
  • Periodische Überprüfungen mit Fälligkeit und dokumentierter Entscheidung.
  • Unveränderliches Prüfprotokoll und Vorbereitung von AIA/CRS.

3. Vermögen und Reporting

  • Durchschau-Konsolidierung über alle Ebenen und Währungen.
  • Nicht bankfähige Vermögenswerte wie Immobilien, Kunst, Yachten und Beteiligungen.
  • Import von Bankdaten (z. B. CAMT.053, MT940) und Erkennung doppelter Buchungen.
  • Berichte für die Familie, im eigenen Corporate Design.

4. Datenhaltung, Sicherheit, Exit

Fragen Sie, wo die Daten gespeichert werden, wie Mandanten voneinander getrennt sind und wie das nachgewiesen wird – etwa durch automatisierte Tests gegen die Datenbank. Lassen Sie sich den Auftragsverarbeitungsvertrag und die Liste der Unterauftragsverarbeiter zeigen.

Ebenso wichtig ist der Ausstieg: Können alle Daten jederzeit in einem offenen Format exportiert werden, auch nach Vertragsende? Ein Anbieter, der diese Frage ausweichend beantwortet, bindet Sie über die Daten statt über die Leistung.

5. Einführung und Kosten

Klären Sie, wie lange die Einführung realistisch dauert, welche Daten importiert werden können und welche Kosten neben der Lizenz anfallen – etwa für Migration, Schulung oder zusätzliche Benutzer. Ein transparentes, öffentlich einsehbares Preismodell erleichtert den Vergleich.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Einführung von Family-Office-Software?

Das hängt vor allem von der Datenlage ab. Mit geordneten Tabellen und Bankauszügen ist ein Grundbestand oft in wenigen Wochen eingerichtet; komplexe Altbestände dauern länger.

Worauf achten beim Datenschutz?

Auf den Speicherort, die Mandantentrennung, einen Auftragsverarbeitungsvertrag, die Liste der Unterauftragsverarbeiter und darauf, dass Mandantendaten nicht für KI-Training genutzt werden.

Was kostet FLIORE?

Die Preise sind auf der Preisseite öffentlich einsehbar, in CHF und EUR, abhängig von Anzahl Mandaten und Benutzern.

Quellen

Diese Seite bietet Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Maßgebend sind die zitierten Rechtsquellen in ihrer jeweils geltenden Fassung.

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