Markt Schweiz
Family-Office-Software für die Schweiz
Stand: 9. Oktober 2026 · Leutrim Miftaraj, FLIORE
Kurzantwort
Ein Schweizer Family Office braucht Software, die drei Dinge zusammenbringt: die Struktur der Familie (Personen, Gesellschaften, Stiftungen, Trusts), die Sorgfaltspflichten nach dem Geldwäschereigesetz und den automatischen Informationsaustausch (AIA). FLIORE bildet alle drei in einem System ab, speichert die Daten in der Schweiz und hält jede Änderung im Prüfprotokoll fest.
Was Schweizer Family Offices auszeichnet
Die Schweiz ist einer der grössten Standorte für grenzüberschreitende Vermögensverwaltung. Typisch sind Strukturen mit mehreren Rechtsordnungen: eine Schweizer Holding, eine liechtensteinische Stiftung, ein Trust nach angelsächsischem Recht, Immobilien in mehreren Ländern. Wer diese Strukturen betreut, muss die Kontrollkette bis zur natürlichen Person nachvollziehen können – für jede Struktur einzeln und über alle hinweg.
Dazu kommt die Regulierung: Unabhängige Vermögensverwalter und Trustees benötigen seit dem Finanzinstitutsgesetz (FINIG) eine Bewilligung der FINMA und werden von einer Aufsichtsorganisation beaufsichtigt. Ein reines Single Family Office, das nur das Vermögen einer Familie verwaltet, fällt in der Regel nicht darunter – die Abgrenzung ist aber im Einzelfall zu prüfen.
Wie FLIORE den Schweizer Alltag abbildet
FLIORE ist für den täglichen Betrieb gebaut, nicht nur für das Reporting am Quartalsende.
- Mandate als Personen, Gesellschaften, Stiftungen und Trusts – verknüpft, mit Durchschau-Konsolidierung über alle Ebenen.
- Wirtschaftlich Berechtigte mit Rollen (Settlor, Trustee, Protector, Begünstigte, Stiftungsrat), Anteilen, PEP-Kennzeichen, Steuerdomizilen und Ausweisdaten.
- Risikobeurteilung nach Land (FATF-Stand mit Datum), Branche, PEP und den Länderbezügen aller Personen – das höchste Band gilt.
- AIA/CRS: Klassifizierung, Vorabprüfung fehlender Angaben und Meldedatei als Excel im Aufbau der Vorlage.
- Rechnungsstellung an die eigenen Mandanten mit Schweizer QR-Rechnung, Mandantenportal und verschlüsselter Kommunikation.
Datenhaltung in der Schweiz
Die Datenbank liegt in der Region Zürich. Das ist mehr als ein Verkaufsargument: Viele Familien und ihre Banken verlangen ausdrücklich, dass Strukturdaten das Land nicht verlassen. Das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) gilt seit dem 1. September 2023 und verlangt unter anderem ein Verzeichnis der Bearbeitungstätigkeiten und klare Regeln für Auftragsbearbeiter – FLIORE liefert dafür den Auftragsverarbeitungsvertrag und die Liste der Unterauftragsverarbeiter.
Für wen sich FLIORE in der Schweiz eignet
Für Single Family Offices, die ihre Strukturen und Dokumente sauber führen wollen; für Multi Family Offices und Treuhänder, die viele Mandate mit unterschiedlichen Rechtsordnungen betreuen; und für unabhängige Vermögensverwalter, die ihre Sorgfaltspflichten nachweisbar dokumentieren müssen.
Auf einen Blick
| Geldwäscherei | Geldwäschereigesetz (GwG), Aufsicht FINMA bzw. Selbstregulierungsorganisationen |
|---|---|
| Vermögensverwalter/Trustees | Bewilligung nach FINIG, laufende Aufsicht durch eine Aufsichtsorganisation |
| Steuerlicher Informationsaustausch | AIA nach AIAG, Meldungen an die ESTV |
| Datenschutz | revDSG, in Kraft seit 1. September 2023 |
| Datenhaltung FLIORE | Schweiz (Region Zürich) |
Häufige Fragen
Braucht ein Single Family Office in der Schweiz eine FINMA-Bewilligung?
In der Regel nicht, solange ausschliesslich das Vermögen einer Familie bzw. wirtschaftlich verbundener Personen verwaltet wird. Sobald Dritte betreut werden, kann eine Bewilligungspflicht als Vermögensverwalter oder Trustee entstehen. Die Abgrenzung sollte rechtlich geprüft werden.
Kann FLIORE liechtensteinische Stiftungen und Trusts abbilden?
Ja. Mandate können Personen, Gesellschaften, Stiftungen oder Trusts sein und beliebig verknüpft werden. Für jede Person werden Rolle, Anteil und Steuerdomizil erfasst; die Konsolidierung rechnet durch alle Ebenen.
In welcher Währung rechnet FLIORE?
Jede Position behält ihre Originalwährung. Konsolidiert wird in einer frei wählbaren Berichtswährung, in der Schweiz üblicherweise CHF.
Ersetzt FLIORE die Compliance-Verantwortung?
Nein. FLIORE unterstützt die Entscheidung mit vollständigen Daten, Fristen und Prüfprotokoll. Die Beurteilung trifft die verantwortliche Person.
Quellen
- FINMA – Eidgenössische Finanzmarktaufsicht
- Fedlex – Systematische Rechtssammlung des Bundes (GwG, FINIG, AIAG, DSG)
- ESTV – Automatischer Informationsaustausch
Diese Seite bietet Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Massgebend sind die zitierten Rechtsquellen in ihrer jeweils geltenden Fassung.
Weiterlesen
Weitere Märkte
FLIORE in Ihrem Family Office
Sehen Sie Strukturen, Compliance und konsolidiertes Vermögen mit Ihren eigenen Fragestellungen – in einer persönlichen Demo.
