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FLIORE

Frage aus der Praxis

Wie messe ich, was mich meine Banken wirklich kosten?

Stand: 11. Oktober 2026 · Leutrim Miftaraj, FLIORE

Kurzantwort

Die sichtbaren Gebühren sind nur ein Teil der Bankkosten. Dazu kommen Transaktionskosten, Margen auf Devisengeschäften, laufende Kosten von Fonds und strukturierten Produkten und Vergütungen, die Banken von Produktanbietern erhalten. Wer alle Positionen je Bank zusammenführt und ins Verhältnis zum verwalteten Vermögen setzt, erhält eine Gesamtkostenquote – die Grundlage für Verhandlungen und Vergleiche.

Alle Kostenarten

  • Depot- und Verwaltungsgebühren.
  • Transaktions- und Courtagekosten.
  • Devisenmargen bei Währungsumtausch.
  • Laufende Kosten von Fonds, ETFs und strukturierten Produkten.
  • Retrozessionen und andere Vergütungen von Produktanbietern.
  • Kosten für Zusatzleistungen wie Steuerausweise oder Reporting.

Woher die Daten kommen

Banken stellen jährlich Kostenausweise zur Verfügung; in der EU verlangt MiFID II einen Ausweis aller Kosten und Gebühren, in der Schweiz informiert das FIDLEG über Kosten. Ergänzend helfen Transaktionsdaten aus elektronischen Bankauszügen und die Kostenangaben der Produkte. Wer diese Quellen jährlich zusammenführt, erkennt Kostentreiber früh.

Praxis: Gesamtkostenquote je Bank

Für jede Bank werden die Kosten eines Jahres zusammengeführt und durch das durchschnittlich verwaltete Vermögen geteilt. Diese Quote wird jährlich verglichen und im Bankgespräch besprochen. FLIORE konsolidiert Positionen und Transaktionen aller Banken und macht Kosten und Performance je Bank vergleichbar.

Kurz-Checkliste

  • Jährliche Kostenausweise aller Banken einholen.
  • Devisenmargen und Produktkosten ergänzen.
  • Gesamtkostenquote je Bank berechnen.
  • Ergebnisse im jährlichen Bankgespräch verwenden.
  • Drittvergütungen gesondert ausweisen und ihre Weitergabe prüfen.

Häufige Fragen

Was ist eine gute Gesamtkostenquote?

Das hängt von Mandatsart, Anlageklassen und Volumen ab. Aussagekräftiger als ein absoluter Wert ist der Vergleich zwischen Banken und über die Jahre.

Welche Kosten werden am häufigsten übersehen?

Devisenmargen und Produktkosten, die nicht als Gebühr auf dem Auszug erscheinen.

Muss die Bank alle Kosten offenlegen?

In der EU verlangt MiFID II einen umfassenden Kostenausweis; in der Schweiz regelt das FIDLEG die Information über Kosten.

Wie oft sollten Bankkosten verglichen werden?

Jährlich, zusammen mit Performance und Service.

Quellen

Diese Seite bietet Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Maßgebend sind die zitierten Rechtsquellen in ihrer jeweils geltenden Fassung.

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