Vergleich
Family-Office-Software oder Excel? Ein ehrlicher Vergleich
Stand: 9. Oktober 2026 · Leutrim Miftaraj, FLIORE
Kurzantwort
Excel genügt, solange eine Familie wenige Konten, keine verschachtelten Strukturen und keine Prüfpflichten hat. Sobald Gesellschaften, Stiftungen oder Trusts dazukommen, Banken wiederholt dieselben Angaben verlangen und Änderungen nachvollziehbar sein müssen, stösst eine Tabelle an Grenzen: Sie kennt keine Historie, keine Zugriffsrechte und keinen Prüfpfad. Family-Office-Software bildet genau das ab.
Wo Excel stark ist
Tabellen sind flexibel, sofort verfügbar und jedem vertraut. Für eine erste Vermögensübersicht, eine einmalige Analyse oder ein kleines Single Family Office mit wenigen Banken sind sie oft die richtige Wahl. Wer Excel gut beherrscht, baut in wenigen Stunden eine brauchbare Übersicht.
Wo Excel an Grenzen stösst
Die Grenzen zeigen sich selten am ersten Tag, sondern nach einem oder zwei Jahren:
- Keine Historie: Wer war vor zwei Jahren Stiftungsrat, welcher Anteil galt beim Eintritt eines Begünstigten? Eine Tabelle zeigt nur den aktuellen Stand – wenn überhaupt.
- Keine Zugriffsrechte: Wer die Datei hat, sieht alles. Eine Freigabe einzelner Mandate an Berater oder Familienmitglieder ist nicht möglich.
- Kein Prüfpfad: Änderungen sind nicht nachvollziehbar. Für Banken, Revision und Aufsicht ist das ein Problem.
- Keine Verknüpfung: Dieselbe Person erscheint in mehreren Blättern; ändert sich ihre Adresse, muss jede Stelle einzeln angepasst werden.
- Konsolidierung von Hand: Durchschau über mehrere Ebenen, Wechselkurse und Bewertungsstichtage werden fehleranfällig.
Was Family-Office-Software zusätzlich leistet
Software wie FLIORE führt Personen, Strukturen und Vermögen in einem verknüpften Datenmodell: Jede Person existiert einmal, jede Rolle hat einen Gültigkeitszeitraum, jede Änderung steht im Prüfprotokoll. Die Konsolidierung rechnet automatisch durch alle Ebenen und Währungen; Dokumente liegen mit Gültigkeit beim richtigen Mandat; Zugriffsrechte trennen Familien, Berater und Mitarbeitende.
Der Umstieg muss kein Bruch sein: Bestehende Tabellen lassen sich importieren, und Exporte nach Excel bleiben jederzeit möglich.
Auf einen Blick
| Historie von Rollen und Anteilen | Excel: nein · Family-Office-Software: ja, datiert |
|---|---|
| Zugriffsrechte je Mandat | Excel: nur je Datei · Family-Office-Software: je Mandat und Rolle |
| Prüfprotokoll | Excel: nein · Family-Office-Software: unveränderlich |
| Durchschau-Konsolidierung | Excel: von Hand · Family-Office-Software: automatisch |
| Einstieg | Excel: sofort · Family-Office-Software: Import bestehender Daten |
Häufige Fragen
Ab wann lohnt sich Family-Office-Software?
Typischerweise, sobald mehrere Strukturen (Gesellschaften, Stiftungen, Trusts) zu führen sind, Banken regelmässig Angaben zu wirtschaftlich Berechtigten verlangen oder mehrere Personen mit den Daten arbeiten.
Können wir unsere Excel-Daten übernehmen?
Ja. FLIORE importiert Strukturen und Vermögenswerte aus Tabellen sowie Bankauszüge im Format CAMT.053 und MT940.
Können wir weiterhin nach Excel exportieren?
Ja. Daten lassen sich jederzeit als Excel-Datei exportieren – auch beim Ende des Vertrags.
Quellen
Diese Seite bietet Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Massgebend sind die zitierten Rechtsquellen in ihrer jeweils geltenden Fassung.
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