Die 25%-UBO-Schwelle, erklärt
Woher die 25%-Schwelle stammt, wann sie auf 15% oder 10% sinkt und wie man sie über Eigentumsketten anwendet.
- 25% ist die Standard-Offenlegungsschwelle in der EU und den meisten FATF-orientierten Regimen.
- Hochrisikosektoren können in der EU eine 15%-Schwelle auslösen; manche Länder nutzen 10% oder 5%.
- Indirektes Eigentum wird durch Multiplikation entlang der Kette berechnet.
Der Standard
Die 25%-Marke ist die Schwelle, ab der ein Eigentümer als bedeutend genug gilt, um offengelegt zu werden. Unter der EU-Geldwäscheverordnung gilt sie ab dem 10. Juli 2027 einheitlich in allen Mitgliedstaaten und ersetzt den älteren Richtlinien-Flickenteppich.
Wann sie sinkt
Für bestimmte Hochrisikosektoren können EU-Mitgliedstaaten mit Zustimmung der Kommission eine niedrigere Schwelle — bis zu 15% — festlegen. Außerhalb der EU ist die Spanne größer: Indien wendet 10% an, Südafrika 5%. Eine grenzüberschreitende Familie wird daher gegen mehrere Schwellen zugleich geprüft.
Indirektes Eigentum
Läuft Eigentum über zwischengeschaltete Einheiten, multipliziert man die Prozentsätze entlang der Kette. Wer 50% einer Gesellschaft hält, die 50% des Ziels hält, hält indirekt 25% — genau auf der Schwelle. Diese Rechnung über komplexe Strukturen korrekt zu führen, ist die Stelle, an der Fehler passieren.
FAQ
- EU-Geldwäscheverordnung 2024/1624 — Einheitliche 25%-Schwelle ab Juli 2027.
- 6. Geldwäscherichtlinie — Vereinheitlichte UBO-Definitionen in der EU.
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