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FLIORE

Frage aus der Praxis

Wie bereite ich mich auf eine Aufsichtsprüfung vor?

Stand: 11. Oktober 2026 · Leutrim Miftaraj, FLIORE

Kurzantwort

Prüfer wollen sehen, dass Organisation, Risikomanagement und Sorgfaltspflichten nicht nur auf Papier existieren. Bereitzuhalten sind Weisungen, Risikoanalyse, Organigramm, Ausbildungsnachweise und für Stichproben je Mandat: Identifikation, wirtschaftlich Berechtigte, Risikobeurteilung mit Begründung, Überprüfungen, Dokumente und Prüfprotokoll. Wer diese Nachweise laufend führt, besteht Prüfungen ohne Hektik.

Unterlagen auf Organisationsebene

  • Interne Weisungen zu Geldwäscherei, Risikomanagement und Compliance.
  • Risikoanalyse der Organisation mit Datum.
  • Organigramm, Zuständigkeiten, Stellvertretungen.
  • Ausbildungsnachweise der Mitarbeitenden.
  • Bewilligung, Aufsichtsangaben, Berichte der letzten Prüfung und Umsetzung der Massnahmen.

Stichproben je Mandat

Prüfer wählen Mandate aus und verlangen den vollständigen Nachweis: Identifikation, wirtschaftlich Berechtigte mit Belegen, Risikobeurteilung mit Begründung, PEP- und Sanktionsprüfung, Herkunft der Vermögenswerte, periodische Überprüfungen und ihre Ergebnisse. Häufige Beanstandungen sind veraltete Ausweise, fehlende Begründungen und nicht durchgeführte Überprüfungen. Auch unvollständige Herkunftsnachweise werden oft bemängelt.

Praxis: Nachweise laufend führen

Die beste Vorbereitung ist, Nachweise nicht erst für die Prüfung zu erstellen. FLIORE dokumentiert je Mandat Risikobeurteilung mit Begründung und Referenzstand, Überprüfungen, Dokumente mit Gültigkeit und ein unveränderliches Prüfprotokoll; die Aufsichtsangaben der Organisation werden zentral gepflegt.

Kurz-Checkliste

  • Weisungen und Risikoanalyse auf aktuellen Stand bringen.
  • Eigene Stichprobe von Mandaten vorab prüfen.
  • Abgelaufene Ausweise und fehlende Begründungen nachführen.
  • Massnahmen aus der letzten Prüfung belegen.
  • Ansprechpersonen und Ablauf der Prüfung intern festlegen.
  • Unterlagen in einer strukturierten Ablage bereitstellen.

Häufige Fragen

Was passiert bei Beanstandungen?

Der Prüfer hält sie im Bericht fest und setzt in der Regel Fristen zur Behebung. Die Umsetzung wird bei der nächsten Prüfung kontrolliert und sollte deshalb dokumentiert sein.

Wie viele Mandate werden geprüft?

Das legt der Prüfer fest, meist als risikoorientierte Stichprobe.

Was ist die häufigste Beanstandung?

Fehlende oder veraltete Nachweise, etwa abgelaufene Ausweise oder Risikobeurteilungen ohne Begründung.

Wie lange vorher sollte ich mich vorbereiten?

Idealerweise laufend; konkret einige Wochen vor der Prüfung mit einer eigenen Stichprobe.

Quellen

Diese Seite bietet Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Massgebend sind die zitierten Rechtsquellen in ihrer jeweils geltenden Fassung.

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