Für Multi Family Offices in der Schweiz
Software für Multi Family Offices in der Schweiz
Stand: · Leutrim Miftaraj, FLIORE · Redaktionsgrundsätze · Weitere Sprachen: English · Français
Kurzantwort
Ein Multi Family Office in der Schweiz verwaltet Vermögen Dritter und braucht dafür in der Regel eine FINMA-Bewilligung, untersteht einer Aufsichtsorganisation und erfüllt die Sorgfaltspflichten des Geldwäschereigesetzes. Software muss deshalb Mandate strikt trennen, Risikobeurteilungen begründet festhalten und jeden Schritt prüfbar machen. FLIORE speichert Datenbank und Dokumente in der Schweiz (Region Zürich).
Der regulatorische Rahmen
Seit dem Inkrafttreten des Finanzinstitutsgesetzes ist die gewerbsmässige Vermögensverwaltung für Dritte bewilligungspflichtig. Die FINMA erteilt die Bewilligung, die laufende Aufsicht übernimmt eine von der FINMA bewilligte Aufsichtsorganisation.
Dazu kommen die Sorgfaltspflichten des Geldwäschereigesetzes: Identifizierung der Vertragspartei, Feststellung der wirtschaftlich berechtigten Person, risikobasierte Abklärungen und eine Dokumentation, die Dritte nachvollziehen können. Für Personendaten gilt das Datenschutzgesetz.
Was das im Alltag heisst
Für jede Familie muss das Haus zeigen können, wer hinter den Strukturen steht, wie das Risiko beurteilt wurde, welche Dokumente vorliegen und wann die nächste Überprüfung fällig ist.
- Onboarding mit Struktur bis zur natürlichen Person, Ausweisen und Herkunftsnachweisen.
- Risikobeurteilung je Mandat mit Land, Branche, PEP-Status und begründeter Einstufung.
- Periodische Überprüfung mit Fristen und Aufgaben, die nicht in Vergessenheit geraten.
- Prüfprotokoll für jede Änderung – für Aufsichtsorganisation, Prüfgesellschaft und interne Kontrolle.
Wie FLIORE diese Pflichten abbildet
- Mandatsgrenzen in der Datenbank: Mitarbeitende sehen nur ihre Organisation, Familien im Portal nur ihre Freigaben.
- KYC-Dossier je Mandat mit wirtschaftlich Berechtigten, Dokumentenstatus und Gültigkeitsdaten.
- Vier-Augen-Freigaben für heikle Vorgänge wie Löschungen, Archivierungen und grosse Neubewertungen.
- Compliance-Kalender und Aufgaben mit Fristen-Benachrichtigungen für jede verantwortliche Person.
- Datenbank und Dokumente in der Schweiz (Region Zürich); das Anwendungs-Hosting läuft auf EU-Infrastruktur.
Westschweiz und Tessin
Viele Multi Family Offices arbeiten mehrsprachig. FLIORE ist auf Deutsch, Französisch, Englisch und Spanisch verfügbar; jede Person arbeitet in ihrer Sprache, die Daten bleiben dieselben.
Auf einen Blick
| Bewilligung | FINMA (FINIG) für Vermögensverwaltung für Dritte |
|---|---|
| Laufende Aufsicht | Aufsichtsorganisation |
| Datenstandort FLIORE | Datenbank und Dokumente: Schweiz (Region Zürich) |
Häufige Fragen
Braucht ein Multi Family Office in der Schweiz eine Bewilligung?
Wer gewerbsmässig Vermögen Dritter verwaltet, braucht grundsätzlich eine Bewilligung der FINMA nach FINIG und untersteht einer Aufsichtsorganisation.
Wo speichert FLIORE die Daten?
Datenbank und Dokumente liegen in der Schweiz (Region Zürich). Das Anwendungs-Hosting läuft auf EU-Infrastruktur.
Unterstützt FLIORE die Prüfung durch die Aufsichtsorganisation?
Ja, mit begründeten Risikobeurteilungen, Dokumentenstatus, Überprüfungsterminen und einem Prüfprotokoll für jede Änderung.
Können Mitarbeitende nur ihre eigenen Mandate sehen?
Die Trennung zwischen Organisationen erzwingt die Datenbank; innerhalb des Hauses steuern Rollen, wer was bearbeiten darf.
Gibt es FLIORE auf Französisch?
Ja. Die Oberfläche ist auf Deutsch, Französisch, Englisch und Spanisch verfügbar.
Quellen
- Finanzinstitutsgesetz (FINIG, SR 954.1) – Fedlex
- FINMA – Vermögensverwalter und Trustees
- Geldwäschereigesetz (GwG, SR 955.0) – Fedlex
- Datenschutzgesetz (DSG, SR 235.1) – Fedlex
Diese Seite bietet Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Massgebend sind die zitierten Rechtsquellen in ihrer jeweils geltenden Fassung.
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